Drei Menschen, ein Raum, eine einfache Idee und kein Ausweg. Die Idee: Ruhe. Dem Wind im Kornfeld, oder sogar dem eigenen Blut in den Adern lauschen. 5 Minuten, keine Ewigkeit – und doch so lange, dass alles ins Rutschen gerät. Worte, die fehlen und Worte, die zu viel sind. Statt Stille breitet sich der Lärm der eigenen Gedanken aus, der Lärm der Welt da draußen – mit allen Meinungen,
Gewissheiten und Widersprüchen. Es finden Gespräche statt, über eine veränderte Welt, die nicht mehr zu verstehen ist, über die Klimakrise, Selbstbilder, und das, was alle unaufhörlich beschäftigt: das eigene Leben. Eines scheint nämlich klar zu sein: Die Hölle, das sind bekannterweise die anderen. Oder?
Ein kluges, temporeiches und überraschend komisches Stück, mit scharfem Blick schlagfertigen Dialogen und Pausen voll von Subtext. Ein Stück über Kommunikation, Missverständnisse, und den Versuch miteinander klarzukommen, voll von überraschenden Wendungen. Eine versuchte Auseinandersetzung mit der Gegenwart. Eine Suche nach Orientierung. Charaktere, die an der Welt und an sich selbst leiden. Was tun? Zusammenhalten, oder doch versuchen, den eigenen Arsch zu retten? Wie sprechen wir miteinander? Was verschweigen wir und weshalb? Warum schieben wir die Verantwortung immer gern den anderen zu? Und ist dieser Raum Schutz vor der Fremde, oder Gefängnis? Jedenfalls nicht die Hölle. Oder etwa doch? Ein Spiegel für eine Gesellschaft, die sich nach Entschleunigung sehnt, aber dem eigenen Gedankenrauschen und der kognitiven Dissonanz nicht zu entkommen vermag. Die meistens zu laut ist, dann aber zu leise, wenn es darum geht „das große Problem dieser Welt hier mal anzusprechen“.
Nach dem Theaterstück „5 Minuten Stille“ von Leo Meier
Eine Regiejahresarbeit der akademie für darstellenden kunst ulm
Regie: ElenaWildmann(Regieprüfung)
Es spielen: Simon Böck, Sara Rehm, Johann Stock
Mit besonderem Dank an alle weiteren Unterstützern!
– EINTRITT FREI! –
Sitzplätze dürfen gerne reserviert werden, da nur begrenzt verfügbar!


